orthodoxe Ostkirchen 4. Januar, 22. Januar
Patronat: gegen Magenleiden
Timotheus, geboren in Lystra in der Nähe von Ikonium (heute Konya, Türkei) als Sohn eines Heiden und einer Jüdin, fand zum christlichen Glauben und wurde zu einem treuen Begleiter und Schüler des Apostels Paulus auf dessen Missionsreisen, der ihn mit Aufträgen in verschiedene Gemeinden schickte. Später entsandte ihn Paulus nach Ephesos (heute Ruinenfeld bei Selçuk an der Ägäisküste derWesttürkei), um dort die christliche Gemeinde zu beaufsichtigen (1. Brief des Paulus an Timotheus). Während seiner zweiten Gefangenschaft rief er ihn zu sich nach Rom (2. Brief des Paulus an Timotheus).
Nach Paulus’ Tod soll Timotheus nach Ephesos zurückgekehrt sein und dort als erster Bischof gewirkt haben. Der Überlieferung nach erlitt er unter Kaiser Nerva (96–98) um das Jahr 97 in Ephesos den Märtyrertod, weil er sich einem ausschweifenden heidnischen Fest widersetzte und daraufhin von der wütenden Menge durch Stockschläge und Steinwürfe getötet wurde. Seine (angeblichen) Gebeine ließ Kaiser Constantius II. Mitte des 4. Jahrhunderts nach Konstantinopel überführen und in der Apostelkirche neben denen der Apostel Lukas und Andreas beisetzen. Ein Teil davon gelangte später nach Rom in die Kirche San Giovanni.
Darstellung: als Bischof im Ornat oder als Märtyrer
Attribute: Mitra, Stab; Palmzweig, Keule, Steine (legendäres Martyrium)

Quelle: Herder-Verlag